Apoldaer Bravehearts

Saisonfinale mit Wurstgarantie

Bravehearts schicken die Wild Wolves hungrig nach Hause

Freitag, 03.07.2026, Apolda, Festbockarena, ausverkaufte Hütte (20.000 Zuschauer)

Zum letzten Saisonspiel hatte die Vereinsführung der Apoldaer Bravehearts eine geniale Idee: Freibier und kostenlose Rostbratwurst für alle. Dass darunter die Konzentration leiden könnte, war einkalkuliert. Dass die Mannschaft trotzdem noch Eishockey spielte, überraschte dagegen viele.

Traumstart mit Appetit

Die Bravehearts machten früh klar, dass sie nach dem Spiel möglichst schnell an den Grill wollten.
Bereits nach 4:54 Minuten netzte Jukka Teerisalo im Powerplay zum 1:0 ein. Die Vorlagen lieferten Wayne Juggts und Cosio Minestrone, der offenbar bereits vor Spielbeginn den Senf organisiert hatte.
Kurz vor der ersten Pause erhöhte Bob McDonald nach Vorarbeit von Minestrone und Martino Santoni auf 2:0. Die Wild Wolves wirkten zu diesem Zeitpunkt ungefähr so bissig wie eine Bratwurst ohne Senf, ein Schmusekätzchen mit Haarklammer im Nacken.

Aber Kassel meldet sich – aber nur kurz
Zu Beginn des zweiten Drittels verkürzte Ugg Lee auf 2:1 und ließ die mitgereisten Fans kurz hoffen. Sehr viele Gegentore fangen die Apoldaer in den ersten drei Minuten nach Anbully, wahrscheinlich die Bratwurstträgheit.
Doch Hoffnung ist bekanntlich vergänglich.
Erst stellte Jacques Noris den Zwei-Tore-Abstand wieder her, bevor Jukka Teerisalo mit seinem zweiten Treffer des Abends den 4:1-Endstand besorgte. Assist Nummer drei für Wayne Juggts, der heute offenbar beschlossen hatte, ausschließlich Vorlagen zu sammeln.

Der mysteriöse Fall JJ vanLijden

Zur tragischsten Szene des Spiels kam es bei 10:30 Minuten im zweiten Drittel, als JJ vanLijden verletzt ausschied. Ohne Fremdeinwirkung presste er seine Nase gegen die Bande, um dann mit eben dieser blutend in die Kabine zu fliegen.
Offiziell wird über die Ursache geschwiegen.
In den Katakomben der Festbockarena kursiert allerdings das hartnäckige Gerücht, JJ habe ausgerechnet, dass die Schlange am Freibier- und Rostbratwurststand nach Spielende etwa 20.000 Menschen lang sein würde. Um diesem Schicksal zu entgehen, soll er – selbstverständlich nur der Vereinslegende und dem Stammtischhumor nach – eine kreative Auszeit genommen haben, um sich einen strategischen Vorsprung am Grill zu sichern.
Beweisen lässt sich das nicht.
Dass am Bratwurststand später tatsächlich jemand mit Eishockeyausrüstung und zwei Bratwürsten in den Händen ganz vorne gestanden haben soll, dürfte hingegen reiner Zufall gewesen sein.

Zahlen, die schmecken

Endstand: 4:1
Schüsse: 27:27 – maximale Effizienz auf Apoldaer Seite.
Powerplay: 1 von 4 für die Bravehearts, Kassel blieb bei 0 von 4.

Torhüter Antti Pasti entschärfte 26 von 27 Schüssen und ließ nur den frühen Treffer von Ugg Lee zu.
Jukka Teerisalo wurde verdient zum First Star gewählt, vor Antti Pasti und Jacques Noris.

Randnotizen

Reinhold Ampuller sammelte 12 Strafminuten, Thorfin Brandshaug legte sogar 14 Minuten nach. Offenbar wollte man den Schiedsrichtern zum Saisonabschluss noch etwas Schreibarbeit gönnen.
Am Ende konnten jedoch alle zufrieden sein: Die Bravehearts verabschiedeten sich mit einem überzeugenden 4:1-Heimsieg in die kurze Pause vor den Playoffs, die Fans feierten ihre Mannschaft, 20.000 Zuschauer sorgten wiederholt für eine Rekordkulisse.

Bleibt nur eine offene Frage:
Wer hat eigentlich die letzte Rostbratwurst bekommen?

Freitag, den 03.Juli 2026 - 10:56 Uhr - Apoldaer Bravehearts

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